{"id":2082,"date":"2022-08-02T16:03:52","date_gmt":"2022-08-02T14:03:52","guid":{"rendered":"https:\/\/kernsverlag.com\/?p=2082"},"modified":"2022-08-02T16:18:44","modified_gmt":"2022-08-02T14:18:44","slug":"lebensspuren-in-urgeschichtlichen-artefakten-zum-tode-von-linda-rae-owen-31-01-1952-%e2%80%a0-26-02-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kernsverlag.com\/de\/lebensspuren-in-urgeschichtlichen-artefakten-zum-tode-von-linda-rae-owen-31-01-1952-%e2%80%a0-26-02-2021\/","title":{"rendered":"Lebensspuren in urgeschichtlichen Artefakten \u2013 Zum Tode von Linda Rae Owen (* 31.01.1952, \u2020 26.02.2021)"},"content":{"rendered":"<div class=\"authors-information\">\n<strong>Miriam No\u00ebl Haidle<sup>1<\/sup> und Susanne M\u00fcnzel<sup>2<\/sup><\/strong><\/p>\n<p><sup>1<\/sup> Heidelberger Akademie der Wissenschaften<br \/>\nForschungsstelle \u201cThe Role of Culture in Early Expansions of Humans\u201d (ROCEEH)<br \/>\nForschungsinstitut Senckenberg<br \/>\nSenckenberganlage 25<br \/>\n60325 Frankfurt\/M<br \/>\nmiriam.haidle@senckenberg.de<\/p>\n<p><sup>2<\/sup> Eberhard Karls Universit\u00e4t T\u00fcbingen<br \/>\nInstitut f\u00fcr Naturwissenschaftliche Arch\u00e4ologie<br \/>\nArch\u00e4ozoologie<br \/>\nR\u00fcmelinstra\u00dfe 23<br \/>\n72070 T\u00fcbingen\n<\/div>\n<p><figure id=\"attachment_2085\" aria-describedby=\"caption-attachment-2085\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kernsverlag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/owen_abb-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kernsverlag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/owen_abb-225x300.jpg\" alt=\"Linda Rae Owen\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-2085\" srcset=\"https:\/\/kernsverlag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/owen_abb-225x300.jpg 225w, https:\/\/kernsverlag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/owen_abb-600x800.jpg 600w, https:\/\/kernsverlag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/owen_abb-768x1024.jpg 768w, https:\/\/kernsverlag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/owen_abb-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/kernsverlag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/owen_abb-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/kernsverlag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/owen_abb-300x400.jpg 300w, https:\/\/kernsverlag.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/owen_abb-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2085\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1: Linda Rae Owen in Polen, 2008 (Foto: privat).<\/figcaption><\/figure>Am 26. Februar 2021 ist die bekannte Urgeschichtlerin Linda Rae Owen (Abb. 1) nach schwerer Corona-Erkrankung mit 69 Jahren verstorben; sie war in dritter Ehe mit Dr. Artur Zimmermann verheiratet und lebte zuletzt im bayrischen Feldkirchen-Westerham. Linda Rae Owen wurde am 31. Januar 1952 in North Tonawanda im Staat New York in den USA geboren und wuchs dort bis zu ihrem Schulabschluss 1970 auf. Mit einem Regents Stipendium des Staates New York studierte sie an der State University of New York at Buffalo von 1970-1974 das Fach Anthropology. Mit dem Abschluss des Bachelor of Arts wechselte sie 1974 an die Universit\u00e4t T\u00fcbingen und setzte ihr Studium in Urgeschichte, V\u00f6lkerkunde und Englischer Linguistik bis zum Magister Artium 1982 fort. Von 1982-1985 wurde Linda Owens Dissertation mit einem Stipendium der Stiftung Volkswagenwerk im Rahmen des Projekts \u201cUrgeschichte der Technik\u201c gef\u00f6rdert, und 1988 wurde sie an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen im Fach Urgeschichte mit der Arbeit \u201eBlade and Microblade Technology\u201c promoviert. Aufbauend auf ihrer Auswertung der Lamellen des Pre-Dorset-zeitlichen Moschusj\u00e4gerfundplatzes Umingmak auf Banks Island, Kanada, verglich sie in ihrer Dissertation Technologien aus der amerikanischen Arktis mit solchen des s\u00fcddeutschen Jungpal\u00e4olithikums. Forschungen \u00fcber den Gebrauch von Pflanzen und pflanzlichen Materialien im mitteleurop\u00e4ischen Jungpal\u00e4olithikum und ihre Bedeutung f\u00fcr das damalige Leben f\u00fchrten Linda Owen zu ihrem Projekt \u201eGender and the Division of Labor in the European Upper Paleolithic\u201c, das durch ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft gef\u00f6rdert wurde. Mit ihm habilitierte sie sich 2004 an der Geowissenschaftlichen Fakult\u00e4t der Eberhard Karls Universit\u00e4t T\u00fcbingen und erhielt die Venia legendi f\u00fcr Ur- und Fr\u00fchgeschichte.<\/p>\n<p>Bereits neben ihrem Magisterstudium arbeitete Linda Owen von 1979 bis 1982 als Lehrerin f\u00fcr englische Sprache, Landeskunde und Literatur am Deutsch-Amerikanischen Institut in T\u00fcbingen. Von 1982 an setzte sie ihr gro\u00dfes Engagement in der Lehre als Lehrbeauftragte am Institut f\u00fcr Urgeschichte und J\u00e4gerische Arch\u00e4ologie (sp\u00e4ter Institut f\u00fcr Ur- und Fr\u00fchgeschichte und Arch\u00e4ologie des Mittelalters, Abteilung \u00c4ltere Urgeschichte und Quart\u00e4r\u00f6kologie) an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen fort. 1997, 2002 und 2004 unterrichtete sie als Lehrbeauftragte, 2000 und 2010 als Gastprofessorin am Institut f\u00fcr Ur- und Fr\u00fchgeschichte der Universit\u00e4t Wien. 20092010 hatte sie die Lehrstuhlvertretung am Institut f\u00fcr Ur- und Fr\u00fchgeschichte an der FriedrichAlexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg inne. Die Veranstaltungen zu ihren thematischen Schwerpunkten der Gebrauchsspurenanalyse und experimentellen Arch\u00e4ologie, der fr\u00fchen Besiedlung Nordamerikas, Geschlechterforschung und Ethnoarch\u00e4ologie lie\u00dfen die Studierenden an den aktuellen Entwicklungen neuer Forschungsfelder teilhaben. Sie war an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen Inspiration und Mentorin u.a. f\u00fcr Prof. Dr. Alfred Pawlik im Bereich Mikrogebrauchsspurenanalyse und Prof. Dr. Martin Porr im Bereich Ethnoarch\u00e4ologie. Von 1989 an arbeitete Linda Owen freiberuflich an der Auswertung und Gebrauchsspurenanalyse von Steinartefakten f\u00fcr das Landesdenkmalamt Baden-W\u00fcrttemberg und beratend zu Ausstellungen am Neanderthal Museum Mettmann (\u201eFrauen \u2013 Zeiten \u2013 Spuren\u201c 1998), dem Roemer- und Pelizaeus Museum in Hildesheim sowie der Nieder\u00f6sterreichischen Landesausstellung 2000. Basierend auf ihrer Idee und unter ihrer Projektleitung entstand die Ausstellung \u201eSteinzeitkinder \u2013 Kleine J\u00e4ger und Sammler\u201c, die 2012 am Stadtmuseum Erlangen gezeigt wurde. Zwischen 1991 und 2000 verfasste sie drei pr\u00e4historische Fachw\u00f6rterb\u00fccher, die die Erschlie\u00dfung deutscher, englischer und franz\u00f6sischer Quellen \u00fcber Sprachgrenzen hinweg erheblich erleichterten.<\/p>\n<p>Richtungweisend waren Linda Owens Forschungen in verschiedenen Bereichen. Sie geh\u00f6rte zu den Pionier*innen der Gebrauchsspurenanalyse in Europa. Ihre Studien zur Klingen- und Lamellentechnologie sowohl im Jungpal\u00e4olithikum S\u00fcddeutschlands als auch in der amerikanischen Arktis wurden durch arch\u00e4ologische Experimente erg\u00e4nzt. Gemeinsam mit G\u00fcnther Unrath gr\u00fcndete sie Anfang der 1980er Jahre das T\u00fcbinger Labor f\u00fcr Arch\u00e4otechnologie, das das T\u00fcbinger Institut f\u00fcr Urgeschichte zu einem der Zentren der Gebrauchsspurenforschung in Europa machte. Von diesem wurden zahlreiche neue und f\u00fcr diese Disziplin wichtige Forschungsinitiativen zur Rekonstruktion der Funktion von Steinger\u00e4ten und der damit verbundenen Aktivit\u00e4ten unternommen. Herausragend war hierbei die Konzeption und Organisation des ersten Multi-Analysten-Blindtests in der Mikrogebrauchsspurenanalyse. Zwischen 1983 und 1985 waren an diesem gro\u00df angelegten Blind-Test-Programm einige der wichtigsten internationalen Forschenden auf dem Gebiet der Gebrauchsspurenanalyse beteiligt. Die 1985 auf der von Linda Owen und G\u00fcnther Unrath an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen organisierten Tagung &#8222;Technical Aspects of Microwear Studies on Stone Tools\u201c vorgestellten Ergebnisse waren damals bahnbrechend und haben mitgeholfen, die bis dahin oftmals eher kritisch be\u00e4ugte Methode international als seri\u00f6se und erfolgreiche Verfahrensweise in der Urgeschichtsforschung zu etablieren.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus galt ein gro\u00dfes Interesse Linda Owens der urgeschichtlichen Verwendung und Bedeutung organischer Materialien, die sie unter Einbeziehung einer Vielfalt an ethnographischen Quellen studierte. Verkn\u00fcpft mit funktionalen Untersuchungen bot sich ihr damit ein Weg, Geschlechterrollen in der Urgeschichte anhand der materiellen Kultur zu erforschen. Zu ethnoarch\u00e4ologischen Ans\u00e4tzen organisierte sie 1997 in T\u00fcbingen zusammen mit Martin Porr die internationale Konferenz \u201cEthno-Analogy and the reconstruction of prehistoric artefact use and production\u201c und mit Alfred Pawlik den daran anschlie\u00dfenden Microwear Workshop. Die Aspekte von Alter und Geschlecht griff die Tagung \u201eVon der Geburt bis zum Tode. Individuelle und gesellschaftliche Dimensionen von Alter und Geschlecht in der Urgeschichte\u201c auf, die Linda Owen zusammen mit Ruth Struwe und Martin Porr 2004 an der Humboldt-Universit\u00e4t in Berlin organisierte. Wichtig war ihr eine kritische Untersuchung von pr\u00e4historischen Geschlechterrollen, da diese nicht nur in arch\u00e4ologischer Fachliteratur verbreitet sind, sondern auch in Museen, popul\u00e4rwissenschaftlichen B\u00fcchern und in Kinderliteratur aufgenommen werden. Da Verallgemeinerungen pr\u00e4historischer Geschlechterrollen in den Sozial-, Geistes- und Naturwissenschaften als Grundlage von Interpretationen heutiger Geschlechterrollen dienen, m\u00fcssen ihre Rekonstruktion und deren Grundlagen immer wieder hinterfragt werden.<\/p>\n<p>Mit Linda Owen ist eine Pr\u00e4historikerin gestorben, die neben der Entwicklung neuer Untersuchungsmethoden immer auch die gesellschaftliche Relevanz ihrer Arbeit im Auge behielt. Wir werden sie als kritische Beobachterin und inspirierende Gespr\u00e4chspartnerin vermissen.<\/p>\n<h2>Ausgew\u00e4hlte Bibliografie<\/h2>\n<p>Brandt, H., Owen, L. R. und R\u00f6der, B. 1998: Geschlechterforschung in der Arch\u00e4ologie. In: B. Auffermann und G.-C. Weniger (Hrsg.), Frauen \u2013 Zeiten \u2013 Spuren. Mettmann: Neanderthal Museum, 15\u201342.<\/p>\n<p>Hahn, J., und Owen, L. R. 1985: Blade Technology in the Aurignacian and Gravettian of Geissenkl\u00f6sterle Cave, Southwest Germany. World Archaeology 17, 61\u201375.<\/p>\n<p>Haidle, M. N. und Owen, L. R. 1998: Ur- und Fr\u00fchgeschichtlerinnen nach der Promotion: eine sch\u00fctzenswerte Spezies? Ethnographisch-Arch\u00e4ologische Zeitschrift 39, 563\u2013594.<\/p>\n<p>Neugebauer-Maresch, C. und Owen, L. R. (Hrsg.) 2010: New Aspects of the Central and Eastern European Upper Palaeolithic \u2013 Methods, Chronology, Technology and Subsistence. Mitteilungen der Pr\u00e4historischen Kommission 72. Wien: \u00d6sterreichische Akademie der Wissenschaften.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1982: An Analysis of Experimental Breaks on Flint Blades and Flakes. In: Studia Praehistorica Belgica 2: Tailler ! pour quoi faire : Pr\u00e9histoire et technologie lithique. II. Recent progress in microwear studies. Tervuren: Koninklijk Museum voor Midden-Afrika, 77\u201387.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1984: The Microblades of Umingmak. Arch\u00e4ologische Forschungen auf Banks Island 1970-1975, Teil I. Urgeschichtliche Materialhefte 5.1. T\u00fcbingen: Archaeologica Venatoria.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1987: Hafting Microblades: Examples from the Dorset Culture of the North American Arctic. In: D. Stordeur (Hrsg.), La Main et l\u2019Outil. Manches et emmanchements pr\u00e9historiques. Table Ronde C.N.R.S. tenue \u00e0 Lyon du 26 au 29 novembre 1984. Lyon : Maison de l\u2019Orient et de la M\u00e9diterran\u00e9e Jean Pouilloux, 147\u2013150.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1987: Mikro-Gebrauchsspuren-Analysen an einigen ausgew\u00e4hlten Steinartefakten von Felsst\u00e4lle bei Ehingen-M\u00fchlen, Alb-Donau-Kreis. In: C.-J. Kind, Das Felsst\u00e4lle. Eine jungpal\u00e4olithisch-fr\u00fchmesolithische Abri-Station bei Ehingen-M\u00fchlen, Alb-Donau-Kreis. Die Grabungen 1975 bis 1980. Stuttgart: Konrad Theiss Verlag, 264\u2013266.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1988: Blade and Microblade Technology. Selected Assemblages from the North American Arctic and the Upper Paleolithic of South-Western Germany. British Archaeological Reports International Series 441. Oxford.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1989 : Klingen- und Mikroklingentechnologie im Jungpal\u00e4olithikum S\u00fcdwestdeutschlands. Arch\u00e4ologisches Korrespondenzblatt 19, 103\u2013115.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1991: Neue Tendenzen in der Gebrauchsspurenanalyse von Steinartefakten. Arch\u00e4ologisches Korrespondenzblatt 21, 335\u2013342.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1991: Pr\u00e4historisches Fachw\u00f6rterbuch zur Ur- und Fr\u00fchgeschichte. Deutsch\/Englisch; Englisch\/Deutsch. T\u00fcbingen: Verlag Archaeologica Venatoria.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1992: Der Gebrauch von organischen Materialien bei den Indianern und Inuit und seine Bedeutung f\u00fcr die Urgeschichte. Ethnographisch-Arch\u00e4ologische-Zeitschrift 33, 25\u201334.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1993: Materials Worked by Hunter and Gatherer Groups of Northern North America. Implications for Use-Wear-Analysis. In: P. C. Anderson, S. Beyries, M. Otte und H. Plisson (Hrsg.), Traces et fonction. Les gestes retrouv\u00e9s. ERAUL 50. Li\u00e8ge: Universit\u00e9 de Li\u00e8ge, 3\u201312.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1995: Der Topos der Sammlerin bei den Inuit. In: H. Brand, J. E. Fries und E.-M. Mertens (Hrsg.), Frauen \u2013 Forschung \u2013 Arch\u00e4ologie. M\u00fcnster: Agenda, 8\u201320.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1995: Menschen in der Steinzeit \u2013 Neue Perspektiven von Wissenschaftlerinnen. In: P. Pilz, C. Oedekoven und G. Zinssmeister (Hrsg.), Forschende Frauen. Frauen ver\u00e4ndern die Naturwissenschaften. M\u00f6ssingen:Talheimer, 82\u2013101.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1996: Geschlechterrollen und die Rekonstruktion von Werkzeuggebrauch im europ\u00e4ischen Jungpal\u00e4olithikum. In: I. Campen, J. Hahn und M. Uerpmann (Hrsg.), Spuren der Jagd \u2013 Die Jagd nach Spuren. Festschrift f\u00fcr Prof. Hansj\u00fcrgen M\u00fcller-Beck. T\u00fcbingen: MoVince Verlag, 25\u201333.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1996: Der Gebrauch von Pflanzen im Jungpal\u00e4olithikum Mitteleuropas. Ethnographisch-Arch\u00e4ologischeZeitschrift 37, 119\u2013146.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1996: Dictionary of Prehistoric Archaeology. English\/German; Deutsch\/Englisch. T\u00fcbingen: Mo Vince Verlag.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1997: Geschlechterrollen und die Interpretation von Grabbeigaben. Nadeln, Pfrieme, Spitzen. Ethnographisch-Arch\u00e4ologische-Zeitschrift 38, 495\u2013504.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1997: Wessen Realit\u00e4t? Geschlechterrollen und Arbeitsteilung im Jungpal\u00e4olithikum Europas. In: S. M. Karlisch, S. K\u00e4stner, E.-M. Mertens (Hrsg.), Vom Knochenmann zur Menschenfrau. Feministische Theorie und arch\u00e4ologische Praxis. Frauen \u2013 Forschung \u2013 Arch\u00e4ologie 3. M\u00fcnster: Agenda, 88\u201399.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1998: Frauen in der Altsteinzeit: M\u00fctter, Sammlerinnen, J\u00e4gerinnen, Fischerinnen, K\u00f6chinnen, Herstellerinnen, K\u00fcnstlerinnen, Heilerinnen. In: B. Auffermann und G.-C. Weniger (Hrsg.), Frauen \u2013 Zeiten \u2013 Spuren. Mettmann: Neanderthal Museum, 161\u2013182.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 1999: Questioning Stereo-Typical Notions of Prehistoric Tool Function. Ethno-Analogy, Experimentation and Functional Analysis. In: L. R. Owen und M. Porr (Hrsg.), Ethno-Analogy and the Reconstruction of Prehistoric Tool Use and Production. T\u00fcbingen: Mo Vince Verlag, 17\u201330.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 2000: Dictionnaire d\u2019arch\u00e9ologie pr\u00e9historique \u2013 Dictionary of Prehistoric Archaeology (Fran\u00e7ais\/Anglais, English\/French). T\u00fcbingen: Mo Vince Verlag.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 2001: Die unsichtbare pr\u00e4historische Frau. Geschlechter- und Frauenforschung zum Jungpal\u00e4olithikum. Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien 130\/131, 2000\/2001, 59\u201375.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 2002: Lithic Functional Analysis as a Means of Studying Gender and Material Culture in Prehistory. In: M. Donald und L. Hurcombe (Hrsg.), Gender and Material Culture in Archaeological Perspective. Basingstoke: Palgrave Macmillan, 185\u2013208.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 2002: Reeds, Tents and Straw Baskets? Plant Resources During the Magdalenian of Southwestern Germany. In S. I. R. Mason und J. G. Hather (Hrsg.), Hunter-Gatherer Archaeobotany: Perspectives from the Northern Temperate Zone. London: Institute of Archaeology, University College, 156\u2013173.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 2005: Distorting the Past. Gender and the Division of Labor in the European Palaeolithic. T\u00fcbingen: Kerns Verlag.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 2010: Fishing in the Upper Paleolithic of Southwest Germany an Important Subsistence Activity? In: C. Neugebauer-Maresch und L. R. Owen (Hrsg.), New aspects of the Central and Eastern European Upper Palaeolithic \u2013 Methods, Chronology, Technology and Subsistence. Mitteilungen der Pr\u00e4historischen Kommission 72. Wien: \u00d6sterreichische Akademie der Wissenschaften, 187\u2013197.<\/p>\n<p>Owen, L. R. 2016: Arch\u00e4ologie. In: S. Horlacher, B. Jansen und W. Schwanebeck (Hrsg.), M\u00e4nnlichkeit. Ein interdisziplin\u00e4res Handbuch. Stuttgart: J. B. Metzler, 73\u201381.<\/p>\n<p>Owen, L. R. und Gaudey, J. 1994: Gender, Crafts, and the Reconstruction of Tool Use. Helinium 34, 186\u2013200.<\/p>\n<p>Owen, L. R. und Owen, G. E. Jr. 2008: From Archaeological Finds to Prehistoric Life. Ethnographisch-Arch\u00e4ologische Zeitschrift 49, 13\u201324.<\/p>\n<p>Owen, L. R. und Porr, M. (Hrsg.) 1999: Ethno-Analogy and the Reconstruction of Prehistoric Artefact Use and Production. T\u00fcbingen: Mo Vince Verlag.<\/p>\n<p>Owen, L. R., Porr, M. und Struwe, R. 2004: Einleitung (in das Thema: Von der Geburt bis zum Tode. Individuelle und gesellschaftliche Dimensionen von Alter und Geschlecht in der Urgeschichte). Ethnographisch-Arch\u00e4ologische Zeitschrift 45(2-3), 147\u2013152.<\/p>\n<p>Owen, L. R. und Unrath, G. (Hrsg.) 1986: Technical Aspects of Microwear Studies on Stone Tools. Early Man News 9\/10\/11, Part I and II. T\u00fcbingen: Verlag Archaeologica Venatoria.<\/p>\n<p>Owen, L. R. und Unrath, G. 1989: Microtraces d\u2019usure dues \u00e0 la pr\u00e9hension. L\u2019Anthropologie (Paris) 93\/3, 673\u2013688.<\/p>\n<p>Owen, L. R., Unrath, G. und Vaughan, P. 1983: Register of Microwear Analysts and their Research. Early Man News 7\/8, 1982\/83, 30\u201360.<\/p>\n<p>Unrath, G., Owen, L. R., van Gijn, A., Moss, E. H. und Plisson, H. 1984: An Evaluation of Use-Wear Studies: A Multianalyst Approach in Technical Aspects of Microwear Studies on Stone Tools. Early Man News 9\/10\/11, 11.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\nAm 26. Februar 2021 ist die bekannte Urgeschichtlerin Linda Rae Owen (Abb. 1) nach schwerer Corona-Erkrankung mit 69 Jahren verstorben; sie war in dritter Ehe mit Dr. Artur Zimmermann verheiratet und lebte zuletzt im bayrischen Feldkirchen-Westerham.\n<\/div>\n<div class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/kernsverlag.com\/de\/lebensspuren-in-urgeschichtlichen-artefakten-zum-tode-von-linda-rae-owen-31-01-1952-%e2%80%a0-26-02-2021\/\" class=\"more-link\">Weiterlesen\u2026<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[295,303,399,305],"tags":[],"class_list":["post-2082","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-deutsch","category-englisch","category-mgfu-bd-30","category-open-access-artikel","entry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kernsverlag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2082","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kernsverlag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kernsverlag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kernsverlag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kernsverlag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2082"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/kernsverlag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2082\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2090,"href":"https:\/\/kernsverlag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2082\/revisions\/2090"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kernsverlag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2082"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kernsverlag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2082"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kernsverlag.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2082"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}