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Das Magdalénien des Hohle Fels

Chronologische Stellung, Lithische Technologie und Funktion der Rückenmesser
Andreas Taller

Hardcover, 318 pages, 178 figures, 22 tables, 1 appendix

Mit dem Beitrag "Die Fauna des Magdalénien vom Hohle Fels" von Hannes Napierala, Susanne C. Münzel und Nicholas J. Conard

In German

ISBN: 978-3-935751-20-9
49,95 €

„Mit dieser Monographie legt Andreas Taller einen wichtigen, in seiner Bedeutung bisher nicht ausreichend gewürdigten Fundkomplex vor: die Magdalénienfunde aus dem Hohle Fels bei Schelklingen auf der Schwäbischen Alb. Der Fokus der Arbeit liegt auf der Analyse der Steinartefakte, doch werden für eine Einordnung und Charakterisierung der Fundstelle auch die Werkzeuge aus organischen Rohmaterialien sowie die Schmuck- und Kunstobjekte berücksichtigt. Eingebettet in den aktuellen Forschungsstand zum Magdalénien, stellt die mit überzeugenden Argumenten untermauerte Datierung der Funde in die Zeit zwischen etwa 12.500 und 13.000 vor heute einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis der Wiederbesiedlung nicht nur Südwestdeutschlands, sondern ganz Mitteleuropas nach dem Letzten Glazialen Maximum dar. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die sorgfältige Untersuchung der zahlreichen Werkzeuge mit Rückenstumpfung. Mithilfe innovativer Funktionsanalysemethoden kann Andreas Taller zeigen, dass zwar viele dieser Stücke als Projektileinsätze verwendet worden sind, darüber hinaus aber auch das Schneiden verschiedenster Materialien ein bedeutendes Anwendungsfeld war. Durch den Nachweis, dass die rückengestumpften Werkzeuge aus dem Magdalénien des Hohle Fels Elemente eines modulartechnologischen Systems waren, gelingt eine revidierte Würdigung dieser nur scheinbar so klaren Werkzeugkategorie. Mit dem vorliegenden Werk wird der Hohle Fels bei Schelklingen zu einer wichtigen Referenzfundstelle für das Magdalénien in Mitteleuropa und erhält damit seinen ihm zustehenden Stellenwert in der Fachwelt.“

Michael Bolus, Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Forschungsstelle ‚The role of culture in early expansions of human‘